Lagerstättengeologie und Rohstoffe

Rohstoffwirtschaftlich-lagerstättengeologische Berichtspflicht (Rohstoffbericht)

Mit seinen Rohstoffberichten kommt das Landesamt für Geologie und Bergwesen seiner Berichtspflicht für das Land Sachsen-Anhalt nach. Im Vordergrund stehen hier die Entwicklungen im Steine- und Erden-Bergbau, eine zusammengefasste Förderstatistik einschließlich des Grundeigentümer-Bergbaus und eine Bilanzierung der Abbauflächen. Die Rohstoffberichte enthalten die Fortschreibung des Daten- und Zahlenwerks sowie eine Analyse des rohstoffwirtschaftlichen Rahmens. Ausgehend von der Förderung der Steine- und Erden-Rohstoffe werden die Bedarfs- und Planungsschwerpunkte unseres Landes sowie Entwicklungstendenzen der Rohstoffnutzung und -sicherung dargestellt. Darüber hinaus enthalten die Berichte Schwerpunktkapitel, in denen rohstoffspezifisch (z. B. Ton- oder Energierohstoffe) die Nutzungspotenziale des Landes ausführlich dargestellt werden.

Rohstoffbericht 1998 - Steine und Erden, Industrieminerale

Abbildung: Titelseite Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 1998
Titelseite Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 1998, Titelbild: Kalkwerk Kaltes Tal mit Tagebau Mühlental Nord (Elbingerode/Mittelharz), Foto: Fels-Werke GmbH, Goslar

Ziel dieser Analyse ist es, das derzeitig bekannte natürliche Potential an Steine  und Erden Rohstoffen in seiner Beziehung zum geologischen Bau in Sachsen-Anhalt darzustellen. Unter Beachtung der ökologischen Randbedingungen sollen Aussagen zur Entwicklung der Rohstoffversorgung abgeleitet werden.

Im vorliegenden Bericht werden erstmalig für das Bundesland Sachsen Anhalt die wichtigsten Kenntnisse über die:

  • Rohstoffverbreitung und Bedeutung der Rohstoffe,
  • gewinnbaren Vorräte und deren Reichweite nach rohstoffgeologischen Gesichtspunkten,
  • Produktion, Transport und Verbrauch der gewonnenen Rohstoffe,
  • Standortverteilung der Gewinnungsbetriebe, sowie
  • Betriebsplanverfahren (Stand und Umfang) und ihre landesplanerischen Vorgaben und
  • Wiedernutzbarmachung bzw. Rekultivierung zusammengestellt. Sie bilden die Grundlage für eine zielgerichtete Rohstoffnutzungs-  und  ~versorgungsstrategie des Landes (Rohstoffpolitik).

Die Gewinnung nicht erneuerbarer Ressourcen im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft, Ökologie und gesellschaftlicher Akzeptanz verlangt zwingend nach einer verantwortungsvollen Lagerstättenbewirtschaftung. Im Bestreben um eine nachhaltige Entwicklung ist daher die optimale, d.h. innerhalb des wirtschaftlich vertretbaren Rahmens bestmögliche und umweltverträgliche Nutzung der natürlichen Rohstoffvorkommen zu fordern. Aus diesen Prämissen lassen sich Grundsätze ableiten, die für die Nutzung natürlicher Ressourcen allgemeine Gültigkeit besitzen.

Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 1998 (Datei ist nicht barrierefrei)

Rohstoffbericht 2002 - Verbreitung, Gewinnung und Sicherung mineralischer Rohstoffe

Abbildung: Titelseite Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2002
Titelseite Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2002, Titelbild: Rückbau der Halde des 1917 wegen Erschöpfung der Erzvorräte stillgelegten Freiesleben-Schachtes im Mansfelder Revier.(Foto: Dipl.-Phys. Klaus Fritz, Halle)

Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit legt das Landesamt für Geologie und Bergwesen für das Jahr 2002 den ersten Rohstoffbericht nach der Neustrukturierung der Geologie- und Bergverwaltung vor. In gedrängter Form werden eine lagerstättengeologische Beschreibung Sachsen-Anhalts gegeben, sowie die landesplanerischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Rohstoffgewinnung seit der Wiedererlangung der staatlichen Einheit aufgezeigt. Im statistischen Teil lässt sich erstmals der eindrucksvolle Aufschwung der Rohstoffwirtschaft bis 1994 ablesen. Auch die Zusammenstellung aller produzierenden Gewinnungsstellen macht deutlich, welche Umwälzungen sich seit 1990 auf dem Rohstoffsektor vor dem Hintergrund des Strukturwandels in Sachsen-Anhalt vollzogen haben. Die Zahlen für 2001 zeigen allerdings einen z.T. starken Rückgang der Förderung bei den Massenbaurohstoffen im Gefolge eines rückläufigen Verbrauchs der Baubranche.
Neben den statistischen Daten enthält der Rohstoffbericht 2002 eine Analyse des rohstoffwirtschaftlichen Rahmens. Ausgehend von der Förderung der Steine- und Erden-Rohstoffe werden die Bedarfs- und Planungsschwerpunkte unseres Landes sowie Entwicklungstendenzen der Rohstoffnutzung betrachtet. Weiterhin trägt die vorliegende Zustandsbeschreibung mit dazu bei, den Stellenwert von Bodenschätzen zu verdeutlichen und die Diskussion über den Rohstoffabbau zu versachlichen, um in der Gesellschaft Akzeptanz für Abbauvorhaben zu schaffen.

Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2002 (Datei ist nicht barrierefrei)

Rohstoffbericht 2005 - Verbreitung, Nutzung und Sicherung mineralischer Rohstoffe in Sachsen-Anhalt

Abbildung: Titelseite Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2005
Titelseite Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2005, Titelbild: Ziegelwerk Wefensleben (Foto: Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, Hannover)

Mit dem Rohstoffbericht 2005 legt das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) seinen dritten Bericht dieser Art für das Land Sachsen-Anhalt vor. Der Bericht enthält die Fortschreibung der Rohstoffstatistik sowie eine Bewertung des rohstoffwirtschaftlichen Rahmens. Ausgehend von der Gewinnung der Steine- und Erden-Rohstoffe werden die Bedarfs- und Planungsschwerpunkte des Landes sowie Entwicklungstendenzen der Rohstoffnutzung und -sicherung dargestellt. Schwerpunkte der Berichterstattung bilden weiterhin die zusammengefasste Förderstatistik, eine landesweite Flächenanalyse der Steine- und Erden-Gewinnung auf der Basis aktueller Luftbilder und nicht zuletzt Ergebnisse neuer lagerstättengeologischer Grundlagenuntersuchungen. Diese machen deutlich, dass Sachsen-Anhalt über eine Reihe sehr interessanter Bodenschätze verfügt. Der neue Rohstoffbericht enthält rohstoffspezifischen Einzelbeiträge zu folgenden Themen:

  • Neubewertung ausgewählter Ziegeltonrohstoffe (Ergebnisse eines EFRE-Projekts),
  • Barrierewirksamkeit toniger Gesteine,
  • Petrographie (Vollanalysen) von Rohkiesen der wichtigsten Flusssysteme Sachsen-Anhalts.

Mit der Veröffentlichung dieser Untersuchungsergebnisse werden auch mittleren und kleineren Unternehmen unseres Landes Informationen zu einer optimierten Nutzung ihrer eigenen Rohstoffbasis gegeben.

Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2005 (Datei ist nicht barrierefrei)

Rohstoffbericht 2008 - Mineralische Bodenschätze in Sachsen-Anhalt - Potenziale, Nutzung, Sicherung

Abbildung: Titelseite Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2008
Titelseite Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2008, Titelbild: Abbaustoß in der Quarzsandlagerstätte Weferlingen nordöstlich von Helmstedt.

Der Bericht 2008 enthält u.a. eine aktuelle Bestandserhebung der Rohstoffwirtschaft des Landes und richtet sich an die Entscheidungsträger in Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Eine weitere Zielgruppe sind die Träger der Landes- und Regionalplanung, die Kommunen sowie die Umweltverbände.

Mit dem neuen Rohstoffbericht wird deutlich, dass Sachsen-Anhalt in der Mitte der Bundesrepublik nach wie vor erheblich zur Versorgung Deutschlands, aber auch der Weltmärkte, mit mineralischen Rohstoffen beiträgt. Im Hinblick auf die internationalen Rohstoffmärkte ist hier beispielhaft die Kaliindustrie mit dem Kaliwerk Zielitz, aber auch mit der Potenziallagerstätte bei Roßleben zu erwähnen. Neben den Kalisalzen gibt es mit der Braunkohle einen weiteren wichtigen Rohstoff, der gegenwärtig fast ausschließlich zur Energiegewinnung genutzt wird. Zur Veredelung dieses wertvollen Rohstoffs sind weitere Innovationspotenziale zu entwickeln. Hieraus ergeben sich auch Anforderungen an die Lagerstättengeologie, denn nur auf der Basis einer fundierten und verantwortungsvollen Erfassung und Ausweisung wirtschaftlich gewinnbarer Braunkohlevorräte wird dieses Zukunftsprojekt Erfolg haben. Weiterhin ist Sachsen-Anhalt ein bedeutender Standort der Steine- und Erdenindustrie. Neben der Existenz wirtschaftlich nutzbarer Rohstoffpotenziale sind die Absatzmärkte für die Etablierung leistungsfähiger Betriebe entscheidend. Neben großen Infrastrukturprojekten spielen daher auch die Gewinnungsstandorte eine bedeutende Rolle für Großabnehmer außerhalb des Landes.

Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2008 (Datei ist nicht barrierefrei)

Rohstoffbericht 2012 - Mineralische und energetische Bodenschätze - Sachstand und neue Nutzungswege

Abbildung: Titelseite Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2012
Titelseite Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2013, Titelbild: Braunkohletagebau Profen, Baufeld Schwerzau (Foto Stedingk, 2012)

Der Rohstoffbericht 2012 enthält die Fortschreibung des Zahlenwerks von 2008 sowie eine Analyse rohstoffwirtschaftlicher Aspekte. Dabei sind und bleiben die mineralischen und energetischen Rohstoffe wertvolle natürliche Schätze unseres Landes. So werden Kali- und Steinsalz, Braunkohle, Erdgas, Baurohstoffe und Industrieminerale weiterhin in bedeutendem Umfang gewonnen. Ausgedehnte Geopotenziale stehen zur unterirdischen Speicherung von Gasen und Flüssigkeiten zur Verfügung.
Ausgehend von der Förderung der Steine- und Erden-Rohstoffe werden die Bedarfs- und Planungsschwerpunkte unseres Landes dargestellt. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit wird nach Jahrzehnten intensiver Rohstoffgewinnung der langfristig einzuleitende Neuaufschluss von Ersatzlagerstätten zunehmend unabweisbar. Ein wichtiges Ziel dieses Berichts liegt deshalb darin, in der Öffentlichkeit Akzeptanz für Abbauvorhaben zu schaffen und zu erhalten. Nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt der Zukunftsvorsorge muss die Forderung, wertvolle Lagerstätten zu schützen und landesplanerisch zu sichern, den ihr gebührenden gesellschaftspolitischen Stellenwert behalten.
Auf den Innovationsfeldern der geowissenschaftlichen Analyse rohstoffhöffiger Areale, der Bewertung potenziell wertsteigernder Begleitminerale oder Spurenelemente im Fördergut durch Einsatz hochselektiver Aufbereitungstechniken und modernster Analytik ist im Berichtszeitraum vieles geleistet worden. Zu diesen Aktivitäten gehören die digitale Braunkohlenpotenzialerfassung, mineralogisch-aufbereitungstechnische Untersuchungen der Schwermineralführung von Kiessanden der Saale und Elbe bis hin zur geophysikalischen Neubewertung hartgesteinshöffiger Landesteile. In diese z.T. noch im Fluss befindlichen Arbeiten ist das LAGB intensiv eingebunden und dabei eng mit den verschiedenen Partnern aus Wissenschaft, Technik und der Rohstoffwirtschaft vernetzt.

Rohstoffbericht Sachsen-Anhalt 2012 (Datei ist nicht barrierefrei)

Ansprechpartner:

Dr. Christoph Gauert
Dezernat Angewandte Geologie und Georisiken

Tel.: (0345) 52 12-107
email: gauert@lagb.mw.sachsen-anhalt.de

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