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Die seismische Überwachung Mitteldeutschlands

Bei der seismologischen Überwachung Mitteldeutschlands kooperieren die Geologischen Dienste der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

  • Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
  • Thüringische Landesanstalt für Umwelt und Geologie
  • Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt

gemeinsam mit den Universitäten in Leipzig, Freiberg und Jena in einem "Seismologie-Verbund".

Die Aufzeichnungen aller mitteldeutschen Stationen und damit auch der seismologischen Stationen in Sachsen-Anhalt werden im Internet durch die Universität Leipzig bereitgestellt.

Außerdem wird durch die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie ein Kartendienst zu seismischen Ereignissen in Mitteldeutschland veröffentlicht:

Im Bereich des Mitteldeutschen Bebengebietes, im Kreuzungsbereich der N-S-verlaufenden Leipzig-Regensburg-Störungszone mit der NW-SE-streichenden Kyffhäuser-Crimmitschau-Störung, werden jährlich mehrere, meist schwächere Erdstöße registriert. Als Beispiel für ein stärkeres Ereignis in diesem Abschnitt sei das mitteldeutsche Erdbeben vom 6. März 1872 angeführt, dessen makroseismische Wirkungen vom Epizentrum bei Gera bis in den Raum südlich Magdeburg zu spüren waren.

Die detaillierte wissenschaftliche Erfassung aller, also auch der vom Menschen nicht spürbaren seismischen Ereignisse ist die Grundlage für die Erarbeitung von Erdbebengefährdungskarten.

Nutzer von Informationen zum seismischen Geschehen sind Katastrophendienste, Versicherungen, Betreiber von technischen Großanlagen, Architekten und Bauingenieure. Auch private Anfragen aus der Bevölkerung werden beantwortet.

Ansprechpartner Erdbebengefährdung

Dr. Ivo Rappsilber
Dezernat 22 - Geologische und bodenkundliche Landesaufnahme, Geophysik
Tel.: (0345) 52 12-​126
E-​Mail: rappsilber(at)lagb.mw.sachsen-​​​​anhalt.de