Erdgasgewinnung und Untergrundspeicher

Die Betriebsaufsicht des LAGB erstreckt sich auf

  • einen Erdgasförderbetrieb in der Altmark,
  • 8 Untergrundspeicher zur Speicherung von Erdgas und anderen Produkten in Staßfurt, Bernburg, Teutschenthal / Bad Lauchstädt sowie
  • 7 Solegewinnungsbetriebe.

Insgesamt sind rund 190 Beschäftigte in diesem Bereich tätig.

Erdgasgewinnung

Die Erdgaslagerstätte Altmark befindet sich in der Auslaufphase der Erdgasgewinnung und produziert heute rund 0,9 Mrd. m³ Erdgas im Jahr mit etwa 130 Sonden. Sie war eine der größten Onshore-Erdgaslagerstätten Europas und lieferte bis heute rund 210 Mrd. m³ Erdgas aus etwa 475 Bohrungen.

Übersicht Erdgasgewinnung und Untergrundspeicherung in Sachsen-Anhalt
Übersicht Erdgasgewinnung und Untergrundspeicherung in Sachsen-Anhalt

Untergrundspeicher

Sachsen-Anhalt besitzt eine Erdgas-Speicherkapazität von derzeit 3,058 Mrd. m³ (Vn) und einem maximalen Arbeitsgas-Volumen von 2,148 Mrd. m³ (Vn) in 4 Erdgas-Kavernenspeichern, einem Erdgas-Porenspeicher (ehemalige ausgeförderte Erdgaslagerstätte) und einem zum Erdgasspeicher ausgebauten stillgelegten Salzbergwerk. Weitere Speicher mit insgesamt zusätzlichen 1,78 Mrd. m³ (Vn) Gesamtvolumen und 1,16 Mrd. m³ (Vn) Arbeitsgas-Volumen sind in Planung beziehungsweise in Bau. Die Erdgasspeicherung dient der Deckung von Bedarfsspitzen und dem Ausgleich von Angebot und Nachfrage am Energiemarkt. Sie erhöht die Versorgungssicherheit für den Verbraucher.2 Kavernenspeicher in Bernburg und Teutschenthal werden zur Einlagerung von Flüssiggasen genutzt.

Förderfeld- und Kavernenrückbau

Stillgelegte Erdgasbohrungen und - sonden müssen verfüllt werden. Ehemalige Bohr- und Sondenplätze sowie Bohrschlammgruben sind zurückzubauen, zu sichern und die bergbaulich in Anspruch genommenen Flächen sind wiedernutzbar zu machen.

Der Rückbauumfang betrug beispielsweise im Jahr 2006:

  • 17 Bohrungsverfüllungen
  • 25 Wiedernutzbarmachungen von Bohr- und Sondenplätzen
  • 17 Sanierungen von Bohrschlammgruben

Erstmalig wurde eine früher zur Lagerung des Lösungsmittels 1,2 Dichlorpropan (DCP) genutzte Kaverne einer langzeitsicheren Verwahrung zugeführt. Die DCP- Abfälle wurden von 1996 bis 2002 ausgespeist und fachgerecht entsorgt. Die Kaverne wurde verfüllt, die Rohrtouren ausgebaut und mit einem geeigneten Zementverschluss gesichert. Die Bergaufsicht des LAGB endete mit dem Nachweis der Dichtheit, dem Rückbau aller Anlagen und Gebäude sowie nach der Wiedernutzbarmachung der vom Bergbau in Anspruch genommenen Flächen im Jahr 2006.

Solegewinnung

Die Sole der 7 Solegewinnungsbetriebe wird für verschiedene Zwecke genutzt. Die chemische Industrie verwendet die Sole aus 4 Betrieben zur Sodaherstellung in den zwei Sodawerken in Bernburg und Staßfurt sowie zur Chlorerzeugung für die Kunststoffherstellung in den Werken Schkopau und Bitterfeld. Weiterhin wird die Sole zur Siedesalzproduktion genutzt. Die für diese Zwecke benötigte Sole wird im Regelfall durch das Aussolen von Kavernen in der geologischen Formation des Zechsteinsalzes gewonnen. Diese Kavernen können teilweise für die unterirdische behälterlose Speicherung ausgebaut und genutzt werden.3 weitere Solbetriebe führen die gewonnene Sole der balneologischen Nutzung in den Kurbetrieben Bad Salzelmen, Bad Dürrenberg und Bad Kösen zu.

Ansprechpartner:

Bergoberrat
Dipl.-Ing. Uwe Berthold
Dezernat Untertagebergbau

Tel.: (039265) 53-130
email: poschwald@lagb.mw.sachsen-anhalt.de

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Erstmeldungen von Unfällen und Betriebsereignissen sowie Meldungen mutmaßlich altbergbaubedingter Ereignisse (z.B. Tagesbrüche) sind zu richten an: 

0171 5217 246